Start für „Kurse zum Glauben“

- 13.12.2011 - 

Der Glaube soll Quelle der Kraft für jeden Menschen sein - Die Bezirksgemeinde Heidelberg und Ladenburg-Weinheim haben für die EKD Modellcharakter

Quelle: ekihd


Heidelberg, 13. Dezember 2011. (tri)
Mit einer spektakulären Aktion unter freiem Himmel sowie einer Pressekonferenz startete in der Heidelberger Luthergemeinde das Modellprojekt  „Kurse zum Glauben“: in 25 Metern Höhe  befestigten Feuerwehrmänner und ein Helfer auf der großen Drehleiter am 34 Meter hohen Turm der Lutherkirche die ersten Großbanner mit plakativer Werbung.  Das war nicht ganz einfach und eine Herausforderung bei heftigem Wind. Doch alles klappte gut, und dafür gab es großen Applaus der beobachtenden Journalisten und Konferenzteilnehmer. Nach und nach sollen nun weitere Kirchen in Heidelberg mit diesen circa  sechs Meter langen Bannern auf die Aktion aufmerksam machen und zur Teilnahme einladen.

Quelle: ekihd

„Für die, die nicht alles glauben...“ Eine Einladung der Evangelischen Kirche. So steht es auf dem Programmheft der neuen Kursangebote der evangelischen Kirche in der Modellregion Heidelberg und Ladenburg/Weinheim.  Begleitet wird dieses Reformprojekt der EKD (Evangelische Kirche Deutschland) für die Badische Landeskirche mit einer bisher in dieser Form noch nicht durchgeführten Werbekampagne. Das Projekt soll deutschlandweit ein Markenzeichen der evangelischen Kirche werden. Die Auswertungen erfolgen anhand der ausgefüllten  Teilnehmerfragebögen durch das Heidelberger Sinus-Institut.  

Milieuspezifische Untersuchungen des Sinus-Institutes werden nach Ablauf der ersten Kursstaffeln ein detailliertes Bild über die Gesellschaftsgruppen abgeben, die  „miteinander einen spannenden Weg gehen“. Die in gelb/blau stimmig kreierte Werbekampagne mit Kinospots, Kirchenbannern, Großplakaten in Geschäften, Bussen und Straßenbahnen, Postkarten, Flyer, Linealen, Kulis und bedruckten Bäckertüten wird von Andreas Schlamm vom Projektbüro „Erwachsen glauben“ der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste (AMD) des Diakonischen Werkes, Berlin, koordiniert. Andreas Schlamm: „Dies Auswertung ist für die Zukunft wichtig, um Menschen in ihrem Milieu mit  Glaubenskursen anzusprechen, die man sonst nicht erreichen würde.   Und um zu erfahren, welche Ziele sie im Leben haben, wie sie mit Religion und Glaube umgehen und was sie von Kirche erwarten.“ Als Milieu bezeichnet Sinus beispielsweise Menschen, die entweder traditionsverwurzelt oder konservativ, entweder bürgerlich oder postmateriell oder etabliert sind. Aber auch wird in moderne Performer, Experimentalisten oder Hedonisten (spaßorientierte junge Unterschicht) und Konsummaterialisten unterschieden.

Im Zeitraum von Januar bis Ostern 2012 werden Kurse in der Luther-, Versöhnungs-, Jakobus-, Hosanna-, Kreuz-, Providenz-  und Wichern/Blumhardtgemeinde sowie in  Heddesheim, Hemsbach und in Weinheim in einem erweiterten Rahmen angeboten. Beispielsweise sind sie auf Traditionsverwurzelte oder konservative Menschen, auf Etablierte oder Postmaterielle und Menschen in der bürgerlichen Mitte zugeschnitten. Nach dem Motto: Für jeden das Beste. Sie heißen „Alpha – Sinn des Lebens“, „Farbe ins Leben!“, „Himmel und Erde“ oder „Emmaus“ und „Expeditionen zum Ich“. Sie helfen erwachsenen Menschen, in ihren eigenen Lebenswelten auf unterschiedliche Weise Antworten des Glaubens zu finden.

Dekanin Dr. Marlene Schwöbel-Hug ist überzeugt: „Es ist der Auftrag von Kirche, den christlichen Glauben als frohe Botschaft weiterzugeben, über Glaubensfragen zu diskutieren und Erfahrungen lebendig werden zu lassen.“ Sie unterstrich, dass durch das Modellprojekt die Stadt und die Gemeinden neu spüren könnten, dass die Basis der evangelischen Kirche nicht durch Finanzsorgen erschüttert werden kann, sondern durch den Glauben zusammengehalten werde. „Wir müssen uns mit unserer christlichen Botschaft nicht verstecken, denn sie ist immer größer als die Menschen, die sie verkündigen. Daher ist diese neue, groß angelegte Werbung hier auch genau richtig und darauf zugeschnitten.“
 

Quelle: ekihd

Für Dekan Rainer Heimbuger gehört der Glaube in den Alltag. Er wünscht sich , dass Menschen, die vielleicht am Anfang eines Glaubensweges stehen, in den Kursen Christinnen und Christen treffen, deren Begeisterung über ihren Glauben zu spüren ist. 

Weitere Infos unter: www.kurse-zum-glauben.de