Goldener Sonnenschein lag über dem Traugottesdienst

- 18.01.2012 - 

Feierlicher Fusionsgottesdienst in Heiliggeist – Angekommen!

Quelle: ekihd

Goldene Sonnenstrahlen wärmten die Herzen der Gottesdienstbesucher in der Heiliggeistkirche am zweiten Sonntag nach Epiphanias. Im Licht des Morgensterns, im Licht Gottes versammelte sich eine große Gemeinde anlässlich der Fusion von  Heiliggeist und Providenz. Angekommen, so hieß denn auch das Motto des Festgottesdienstes. Pfarrerin Sigrid Zweygart-Pérez begrüßte Dekanin Marlene Schwöbel-Hug und Prälat Traugott Schächtele, Vertreter aus Politik, Angehörige der Nachbargemeinden und der katholischen Schwestergemeinde. Mit einer Trauung verglich Pfarrer Martin Hauger das Zusammengehen beider Gemeinden in der Altstadt: „Eine Fusion ist vergleichbar mit einer Eheschließung mit Traugottesdienst, wenn sich der Heilige Geist und die Providenz Gottes in Form zweier Gemeinden das Ja-Wort gegeben haben.“ Auch sei rechtlich das Entscheidende geschehen, denn seit dem ersten Januar sind Heiliggeist und Providenz jetzt zur „Altstadtgemeinde Heiliggeist-Providenz“ verschmolzen.  Es sei ein langer Weg bis dahin gewesen, doch längst sei er noch nicht zu Ende, eigentlich habe er erst begonnen, so Hauger. Der Ältestenkreis und beide Pfarrer seien dankbar für das erreichte Ziel und  für das gewachsene Vertrauen, hoffnungsvoll im Blick auf die Zukunft, betonte er. Dekanin Schwöbel-Hug unterstrich, dass sich beide Gemeinden vor vier Jahren zueinander auf den Weg gemacht hätten. Leicht sei dies nicht gewesen, Ressourcen mussten gebündelt und ein Profil entwickelt werden. Skeptiker sagten, dass dies nicht funktionieren könne, doch Euphorische meinten, dass jetzt alles besser werde,  man stehe vor einer großen Zukunft, so Schwöbel-Hug. Viele Ideen zu inhaltlichen Arbeiten und zur Nutzung der Gebäude sowie zur Stabilisierung der Finanzen seien entstanden und diskutiert worden, bevor die Gemeindeversammlung der Fusion zugestimmt hätte. Die Dekanin wünschte im Namen der Bezirksgemeinde vor allem Gottes Segen, zupackende Menschen und den Gemeinschaftssinn, der Kirche erst lebendig mache.

Quelle: ekihd

Es war der Ältestenkreis, der sich am Altar versammelte und das Versprechen gab, das Zusammengehen zum Wohl der Gemeinde mit Leben zu füllen und gemeinsame Kräfte, mit Hilfe beider Pfarrer, zu bündeln.  In seiner Predigt betonte Prälat Schächtele, dass sich zwei Gemeinden zusammengetan haben,  um nach außen wie nach innen noch besser als evangelische Kirche in der Innenstadt wahrgenommen zu werden. „Soll, ja darf ich als Prälat nur gratulieren, weil da sichtbar zusammenwächst, was in der Innenstadt Heidelbergs doch längst zusammengehört?“ fragte er und brachte einerseits Festtagsfreude, aber auch den steinigen Weg dorthin mit unzähligen Besprechungen, Bedenken und offenen Fragen vor. Schächtele machte mit Paulus Worten aus dem Korintherbrief Mut für die Zukunft. Eine musikalische Festtagsfreude schenkten der gemeinsam auftretende Chor der Studentenkantorei  und Provicanto, die Solisten, das Kammerorchester sowie der Posaunenchor  mit Mozarts „Spatzenmesse“. Und natürlich wurde beim anschließenden Empfang mit vielen Gästen diese Fusion gebührend gefeiert. (Heidelberg, 18.01.2012)