Heidelberg, 20.05.2015. Am 13. Mai feierten etwa 80 Anwesende mit der Grundsteinlegung den lang ersehnten Baubeginn ihres neuen Gemeindehauses und Kindergartens in der Zähringerstraße 26. In den nächsten 12 Monaten entsteht hier ein viergeschossiges Gebäude, in dem drei Kindergartengruppen, das Pfarrbüro, ein Veranstaltungssaal mit Mehrzweckräumen und die Pfarrwohnung Platz finden sollen.
Fast sah es so aus, als ob der Himmel seine Schleusen öffnen würde bei den Feierlichkeiten zur Grundsteinlegung für das „Haus der Christuskirche“. Doch als zur Begrüßung der Bläserkreis erklang, verzogen sich die dunklen Wolken und Sonnenstrahlen durchfluteten die tiefe Baugrube. Zum Auftakt besangen die Kinder des Fröbel-Kindergartens in ihrem Lied „Wer will fleißige Handwerker sehen“, wie es hier in den nächsten 12 Monaten wohl zugehen wird. So lange oder vielmehr kurz soll die Bauphase des viergeschossigen Gebäudes dauern.
Mit großer Freude über den Baubeginn begrüßte der Vorsitzende des Ältestenkreises Dr. Winfried Klein die Anwesenden. Das neue Gemeindezentrum sei eine „Hülle für das Gemeindeleben und die Kinder, die in ihm einst wachsen und gedeihen sollen“. Die Kinder zeigten sich schon jetzt begeistert von ihrer zukünftigen Unterkunft, die sie als Abenteuerspielplatz mit riesigen Sandburgen kletternd eroberten.
„Endlich“, freute sich die Dekanin Marlene Schwöbel-Hug mit den Feiernden, „kann nun beginnen, worauf wir so lange und sehnlich gewartet haben!“ Wobei sie augenzwinkernd einlenkte, dass in kirchlicher Zeitrechnung vier Jahre nicht mehr als ein Schnipp mit dem Finger seien und so gesehen die Zeit des Wartens erträglich war. Neben vielen anderen Beteiligten habe hier die Bauabteilung des Kirchenverwaltungsamtes hervorragende Arbeit geleistet und trotz der vielen Wechsel der Verantwortlichen nie den Überblick verloren. Abschließend erbat sie Gottes Segen für den Bau und das Leben, das zukünftig in ihm einen Platz haben werde.
Architekt Jürgen Mayer erläuterte, worauf die Gemeinde sich in gut einem Jahr freuen darf: Im Erdgeschoss ist das Pfarrbüro als Anlaufstelle für die Gemeindemitglieder untergebracht. Im 1. Und 2. OG der Kindergarten mit seinen drei Gruppen, der zum Garten hin einen großen Balkon mit angrenzendem Spielbereich erhalten wird. Im 2. und 3. OG finden der Gemeindesaal für insgesamt 150 Personen sowie mehrere Mehrzweckräume Platz und das Dachgeschoss ist für die Pfarrwohnung mit Seelsorgebereich vorgesehen. Das Ganze ist natürlich komplett barrierefrei und mit Fahrstuhl zu erreichen. Bei der Planung der Fassade und des Grundrisses wurde auf die umliegende Bebauung aus der Gründerzeit Rücksicht genommen.Zum Abschluss füllte Pfarrer Maximilian Heßlein gemeinsam mit den Kindergartenkindern den Grund“stein“ – eine Röhre aus Metall – mit Dingen, die für den zukünftigen Bau und seine Nutzer wichtig sind: Von den Kindern ein Stern und ein Stein, ein Bauplan des Gebäudes, eine Orgelpfeife, die RNZ vom 13. Mai und einiges mehr. Eingemauert wird dieser Glücksbringer aber erst zu einem späteren Zeitpunkt, wenn es an den tatsächlichen Bau des Fundamentes geht. Aber bis dahin ist es ja nur noch ein Wimpernschlag – wenn überhaupt…



