Heidelberg, 02.07.2015. „Euer Ja sei ein Ja. Euer Nein sei ein Nein.“ Mit diesen Matthäusworten stimmte Schuldekanin Beate Großklaus in ihrer Andacht auf die anstehenden Entscheidungen der Synode auf ihrer zweiten Sitzung in diesem Jahr ein. Die Hitze des Sommers, so die Schuldekanin, könne uns die Sinne verwirren, uns vom eigentlichen Weg abbringen und verführbar machen für Anfechtungen, so wie es Jesus während seiner 40tägigen Fastenzeit in der Wüste erlebt hat. Das war für alle Anwesenden leicht nachvollziehbar, denn bei Temperaturen knapp unter 40 Grad schwanden so manchem die Sinne an diesem langen Abend.
Nach der Begrüßung und Verpflichtung neuer Synodaler durch den Vorsitzenden David Reichert ging es nach kurzer Debatte über die Sitzordnung zur Tagesordnung über. Die Ausschüsse berichteten über ihre Arbeit, so plant der Bildungsausschuss am 24.6.2017 – den 499. Tag der Heidelberger Disputation – einen Aktionstag zum Thema „Heidelberg kennt Luther“. Der Diakonieausschuss berichtete unter anderem über ein Inklusionsprojekt mit dem Pilgerhaus Weinheim, bei dem 14 Inklusionsberater ausgebildet wurden und nun auf ihre neuen Wirkungsstätten warten. Der Bau- und Finanzausschuss kämpft mit den schwierigen finanziellen Verhältnissen im Kirchenbezirk und sucht nach Lösungen. Die Arbeitsgruppe „Gemeindestrukturen“ beschäftigt sich mit der Umsetzung von Fusionen und Kooperationen von Gemeinden, aus denen jeweils Vertreter in die Arbeitsgruppe entsandt wurden.
Die Öffentlichkeitsarbeiterinnen aus dem Dekanat berichteten über anstehende Planungen zum Reformationsjubiläum 2017/18, anlässlich dessen Heidelberg den Titel „Reformationsstadt Europas“ verliehen bekommen hat. Dietrich Dancker, Geschäftsführer der Evangelischen Kirchenverwaltung, erläuterte u.a. die personelle Aufstockung in der neuen ev. Kindertageseinrichtung in Schlierbach, deren Eröffnung am 1. Oktober 2015 geplant ist. Der Geschäftsführer des Diakonischen Werks Martin Heß legte die Bilanzen der Diakoniestation und des DWs offen und konnte für beide ein positives Ergebnis verzeichnen. Abschließend beschloss die Synode einstimmig die Vergabe des Kirchgeldes 2015 für die Klinikseelsorge und 2016 für die bezirkliche Kinder- und Jugendarbeit. So konnte der hitzige Abend mit nur wenig Verspätung mit Gottes Segen beschlossen werden.Karin Wilke



