Erstes Heidelberger KonfiCamp auf der Starkenburg

Tagesabschluss am Lagerfeuer

Quelle: Sabine Hannak

Heidelberg, 4.11.2015. Vom 31.Oktober bis 3.November fand das erste Heidelberger KonfiCamp unter der Organisation des Evangelischen Kinder- und Jugendwerkes mit Unterstützung von etwa 20 Teamern und Konfileitern statt. 81 Konfirmanden und Konfirmandinnen aus acht evangelischen Heidelberger Kirchengemeinden erlebten eine ereignisreiche Zeit auf der Starkenburg in Heppenheim. Da der Beginn des KonfiCamps auf den Reformationstag fiel, wurde es mit einem Jugendgottesdienst zu Luthers Blick auf Unrecht in der damaligen Kirche eröffnet.

In den kommenden Tagen beschäftigten sich die Jugendlichen dann weiter mit dem Thema Gerechtigkeit. In ausgewählten Bibelgeschichten erlebten sie jeden Vormittag, dass Gott uns eine andere Art von Gerechtigkeit nahelegt, als die uns bekannte. „Gott gibt mir auch eine zweite Chance, wenn ich mal was falsch mache“, „Gott liebt jeden gleich“, „Ich kann Gott nicht immer verstehen“ – waren Formulierungen dazu. Gottes Nähe zu spüren wurde darüber hinaus in vielen spirituellen Angeboten mit Band, aber auch am Lagerfeuer möglich.

Konfigruppe aus Kirchheim

Quelle: Sabine Hannak

Beim „Weltgerechten Abendessen“ wurde Gerechtigkeit schließlich hautnah erlebt. 75% des gesamten Abendessens bekamen die 12 Vertreter Nordamerikas und Europas an ihre Tische. Die 69 anderen Vertreter der übrigen Länger bekamen ungleich die restlichen 25% auf die Tische verteilt. „Das ist ungerecht!“ protestiert einer. Andere reihen sich in eine lange Schlange ein, um von nordamerikanischen Tisch doch noch eine Scheibe Käse oder Brot zu ergattern. „Die Jugendlichen sollten selber Lösungen finden, wie mit dieser Tatsache der ungerechten Verteilung umzugehen ist.“ beschreibt Philip Orschitt, Bezirksjugendreferent im Evang. Kinder- und Jugendwerk. „Ich habe das einfach nicht mehr ausgehalten, dass wir so viel und die anderen so wenig haben, da bin ich aufgestanden und habe all unser Essen vom Europa-Tisch verteilt.“ erzählt eine Konfirmandin.

Neben der inhaltlichen Arbeit wurde auch viel Anderes geboten: In der Konfi-Challenge maßen sich die Konfigruppen untereinander u.a. im „Kürbisstapeln“ oder im „Glibber-Augen-schnell-essen“. An den Nachmittagen bezwangen sie in Teamübungen den „Hochstapelturm“,  fanden gemeinsam eine Lösung für den „Bombenalarm“ oder traten in Wettbewerben wie Fußball- und Wikingerschach an.  Kreativ konnten die Jugendlichen bei der „Upclycling-Schmuckwerkstatt“ und anderen Workshops werden. Den Höhepunkt bildete der Auftritt von Mr. Joy am letzten Abend, der mit seinem Bühnenprogramm die Konfirmanden verzauberte und gleichsam von Gottes Wundern zu berichten wusste.

„Auf dem KonfiCamp erfahren unsere Jugendlichen, dass sich wirklich viele Gleichaltrige auf dem Weg zum Glauben befinden. Das stärkt! “ freut sich Sabine Hannak, Bezirksjugendpfarrerin in Heidelberg, und meint weiter: „Toll, dass es so etwas in Heidelberg gibt.“

Evangelisches Kinder- und Jugendwerk