Evangelische Kirche schickt die Pfarrer Florian Barth und Sigrid Zweygart-Pérez ins PHV
Quelle: Welker/ Hentschel
Ihm zur Seite steht mit 25 Prozent ihrer Dienstzeit die Bezirksdiakoniepfarrerin Sigrid Zweygart-Pérez. Dass sie englisch, französisch und spanisch spricht, ist sicherlich von Vorteil in der Flüchtlingsunterkunft mit den vielen Nationalitäten. Der Einsatz der beiden Theologen ist vorerst für ein Jahr gedacht.
Unter den rund 5000 Flüchtlingen in PHV befinden sich immer auch zahlreiche Christen, etwa aus Irak, Iran, Syrien oder Eritrea. Ihnen könnte der Kontakt zur Heidelberger Kirche wichtig sein. Angestoßen haben den Einsatz der Seelsorger aber vor allem die hauptamtlichen Helfer wie Polizisten, Feuerwehrleute, Soldaten und deren Angehörige, wie die evangelische Dekanin Marlene Schwöbel-Hug mitteilte. Auch die Mitarbeiter von Diakonie und Caritas und die vielen ehrenamtlichen Helfer haben sich die Hilfe der Kirche gewünscht.
Florian Barth und Sigrid Zweygart-Pérez sehen den Einsatz für Flüchtlinge und Helfer als ihre ureigenen Verantwortungsbereich an, erklärte die Dekanin. Sie werden von ihren Kirchengemeinden großzügig „ausgeliehen“. Beide konnten ein paar Stunden ihres Religionsunterrichts abgeben, eine Diakonin etwa übernimmt den Frauenkreis und Pfarrer im Ruhestand lassen sich wieder für kirchliche Amtshandlungen einspannen. In der Kapelle wird Johannes Lanz, der Pastor der Karlstorgemeinde, einen Teil der Arbeit von Florian Barth auffangen.
Von Birgit Sommer
Quelle: RNZ, Heidelberger Nachrichten vom Mittwoch, 18. November 2015, Seite 5

