Dritte Synode am 13. November 2015

Birgit Samlenski stellt sich vor

Quelle: Karin Wilke

Heidelberg, 13.11.2015. Die dritte Synode in diesem Jahr verlief äußerst konzentriert und ergebnisorientiert. Die grausamen Anschläge von Paris – zu dem Zeitpunkt noch nicht bekannt – überschatteten jedoch im Nachgang das harmonische Zusammentreffen der Synodalen.

Pfarrer Gregor Wirth von der Hosanna Gemeinde leitete den Abend mit einer kurzen Andacht ein, bei der er den Glauben anschaulich als ein Gefäß betrachtete, das gefüllt werden müsse. Die „Vita Passiva“ dürfe in unserem Leben nicht zu kurz kommen, das Gleichgewicht von Empfangen und Geben, Ruhen und Tun solle bewahrt bleiben. Musikalisch begleitet wurde die Andacht von Jochen Steyer auf der Geige und Beate Rux-Voss am Flügel.

Nach Eröffnung der Synode durch den Vorsitzenden David Reichert konnte sogleich übergegangen werden zu den Berichten aus den Ausschüssen, eingeleitet durch die einstimmige Wahl von Gregor Wirth in den Finanz- und Bauausschuss. Unter Personalien wurde Frau Birgit Samlenski als neue Diakonin für Seniorenarbeit im Kirchenbezirk vorgestellt. Sie möchte mit Interessierten einen Arbeitskreis zur Seniorenarbeit gründen und freut sich über Kontaktaufnahme. Ingo Smolka wurde als Vertreter der offenen Jugendarbeit in die Synode berufen.

Dr. Beate Großklaus berichtete für den Bildungsausschuss  vom anlässlich des Reformationsjubiläums geplanten Aktionstag „Heidelberg kennt Luther“ am 26.4.2017. Die Projektgruppe sei noch immer auf der Suche nach Ideen und freue sich über engagierte Mitstreiter.  Aus dem Bauausschuss gab es gleich zwei Einweihungen zu vermelden, zum einen wurde das neue Gemeindehaus der Emmausgemeinde am 25.10. nach dem Gottesdienst feierlich „in Betrieb genommen“, zum anderen wurde der offizielle Festakt zur Einweihung der KiTa der Berggemeinde am 27.11. angekündigt. Weitere Berichte aus den Ausschüssen folgten.

Die Ergebnisse der "Tuschelrunde"

Quelle: Andrea Herzog

Martin Heß veranschaulichte das Engagement des Diakonischen Werks in der Registrierungsstelle des Landes Baden-Württemberg im PHV. Er stellte die unterschiedlichen Aufgabenbereiche der Mitarbeitenden der „Unabhängigen Sozial- und Verfahrensberatung für Flüchtlinge“ von Diakonie und Caritas vor.  Hierzu gehört auch die Koordinierung von ehrenamtlichen Angeboten wie z.B. Sprachkurse, Frauen- und Müttertreffs, Näh- und Bastelkurse sowie Lauftreffs. Als Sachspenden seien Lernmaterial für alle Altersklassen, Hygiene- und Drogerieartikel sowie Sportbekleidung gefragt. Darüber hinaus betonte er, dass auch die Flüchtlinge, die bereits in Heidelberg leben, ebenfalls Unterstützung bei der Wohnungssuche und Integration benötigen.

Generell warf David Reichert die Überlegung in den Raum, ob die Synode sich mehr Raum für Diskussionen und Fortbildungen schaffen wolle. Die Frage sei, ob es zukünftig eine Synode mehr im Jahr geben solle, um Zeit für diese wichtigen Punkte zu haben. Für beides war bereits auf dieser Synode Zeit:

Zum einen hielt Beate Riefer von SAP einen aufschlussreichen Vortrag zu „Design Thinking“, das im Zuge von Change-Management Prozessen wie z.B. der Planung eines „Hauses der Kirche“ zum Tragen kommt. Zum anderen gab es im Anschluss eine „Tuschelrunde“ mit sechs Tischen, an denen Ideen rund um das Thema „Begleitung von Flüchtlingen“ ausgetauscht werden konnten. Die Ergebnisse brachten ganz erstaunliche Projekte und Möglichkeiten zur Kooperation zwischen den Gemeinden zutage und zeigten einmal mehr, wie wichtig der Austausch untereinander ist.

Karin Wilke