Dekanin Marlene Schwöbel-Hug betonte in ihrem Grußwort, dass die neue KiTa allen Menschen offen stehe, egal welcher Glaubenszugehörigkeit und Herkunft sie seien. „Unsere Gesellschaft ist multikulturell und multireligiös. Auch bei einem klaren christlichen Profil ist uns das sehr deutlich und wir möchten in unserem Umgang miteinander in unseren Kindergärten dafür werben, dass schon die Kinder unterschiedliche Kulturen und Religionen schätzen lernen“, so die Dekanin. Auch das Umweltbewusstsein der Kinder solle früh geschult werden, etwa durch pädagogische Angebote in enger Zusammenarbeit mit der PH und der VRD-Stiftung für erneuerbare Energien.
Dass es ein Kind außerhalb des Elternhauses kaum schöner haben kann, davon konnte man sich an diesem Nachmittag selbst überzeugen. Nach gut zwei Jahren Planungszeit, einem Jahr Bauzeit und ohne Überziehung des selbst gesteckten Kostenrahmens wurde das ehemalige Gemeindehaus der Berggemeinde aus den 60er Jahren zu einem wahren Kinderparadies umgebaut. Über drei Etagen werden dort zukünftig zwei Gruppen mit Kindergartenkindern á 25 Kindern sowie eine Krippengruppe mit 10 Kindern Platz finden. Die drei großzügigen Gruppenräume sind hell und freundlich gestaltet, noch duftet es nach frisch geöltem Holz und die Schuhregale warten auf Befüllung. Die 16 Kinder aus dem „Hühnerstall“ haben ihren Raum seit dem 5. Oktober bereits mit Leben gefüllt, auch die vier Krippenkinder fühlen sich im „Kükenstall“ tierisch wohl.
Große Panoramafenster mit niedrigen Fensterbänken laden zum Beobachten der vorbeifahrenden S-Bahnen ein, die apfelgrünen Waschräume und gemütlichen Kuschelecken lassen einen wünschen, selbst wieder Kind an einem solchen Ort sein zu dürfen. Auch die sieben Erzieherinnen unter Leitung von Ellen Raess sind begeistert von ihrer neuen Arbeitsumgebung. Diese ist nach den neuesten Umweltstandards energetisch saniert, so versorgt eine Fotovoltaik Anlage auf dem Dach die Luft- und Wasserpumpe und die Wände sind gedämmt. Das Mittagessen wird von einer Köchin im Haus täglich frisch zubereitet und gemeinsam verzehrt.Auch für die Berggemeinde ist Platz in dem sanierten Haus, in dessen ehemals großen Saal eine Decke eingezogen wurde, um mehr Raum zu schaffen. Im Kellergeschoss gibt es nun einen Mehrzweckraum, der zum einen von den KiTa Kindern zum Turnen genutzt werden kann, zum anderen der Gemeinde für ihre Aktivitäten zur Verfügung steht. „Der Chor probt dort bereits und auch Begegnungsnachmittage haben hier schon stattgefunden“, weiß Pfarrer Hans Pfisterer, Vakanzvertretung in der Berggemeinde. Für alle weiteren Aktivitäten werde ein gemeinsamer Nutzungsplan mit der KiTa entwickelt.
Bleibt abschließend nur, sich von der fröhlichen Stimmung der Redner und Anwesenden anstecken zu lassen und den Kindern für die Zukunft ein wunderschönes und unbeschwertes Aufwachsen in ihrer neuen KiTa zu wünschen – die noch freie Plätze sowohl für Kindergartenkinder als auch für Krippenkinder zu bieten hat. Wer weiß, wie lange noch…?!
Karin Wilke




