„Die Idee, in der Friedenskirche ein begehbares Bodenlabyrinth auszulegen, kam mir schon bei meinen ersten Begegnungen mit diesem Raum“, erzählt die Pfarrerin der Friedensgemeinde Martina Reister-Ulrichs. Sie ist alten Meditationswegen in großen Kathedralen abgeschaut; das bekannteste Labyrinth dieser Art befindet sich in Chartres. Die Idee verband sich schließlich mit Überlegungen der Gemeinde, die Adventszeit im Sinne eines "Weniger ist mehr" zu gestalten. „Wir waren im Ältestenkreis der Meinung, dass Menschen im Advent nicht noch mehr Angebote brauchen, sondern vor allem Räume, in denen sie zu Ruhe und Besinnung kommen können, sich auf sich selbst und auf Gott besinnen können“, so die Pfarrerin.
Dazu möchte das Adventslabyrinth seinen Beitrag leisten. Eine "Anleitung" liegt als Broschüre in der Kirche aus. Auf den vier Teilen des geteilten Bronzealtars, dessen goldene Innenräume durch Kerzenlicht zum Strahlen gebracht werden, finden die Besucher dazu ausgewählte Labyrinth-Bildmotive mit Texten zum Mitnehmen. Gerne können Besucher für sich oder andere ein Licht entzünden, es auf ihren Weg mitnehmen und auf dem Taufsteinrand abstellen. Die Friedenskirche ist noch bis zum 9. Dezember von 9 bis 22 Uhr durchgehend geöffnet.
Karin Wilke
Weitere Informationen auf der Webseite der Friedensgemeinde: Geführte Wege gehen


