„Mir dröhnt der Kopf, aber es ist eine tolle Stimmung – auch im Team – und die viele Mühe hat sich in jedem Fall gelohnt!“, lacht Organisator Andreas Schlögel erleichtert am Ende der vier Tage. In nur fünf Wochen Planungszeit hat das zwanzigköpfige ehrenamtliche Vorbereitungsteam der Emmausgemeinde diese Wahnsinnsaufgabe gestemmt. „Ohne unsere Helfer hätten wir all dies niemals auf die Beine stellen können, ihnen gebührt der eigentliche Dank“, freut sich das Pfarrerehepaar Prokop-Schlögel über das große Engagement der Gemeinde. Die war sich trotz der Kürze der Vorbereitungszeit einig: Wir wollen der „Kirche für KIDs“ bei uns einen Raum geben, wir wollen sie aktiv gestalten und durchziehen – das sind wir unseren Kindern schuldig.
Rund 300 Kinder der vier Pfaffengrunder Schulen, der Elisabeth-von-Thadden Grundschule, der Albert-Schweitzer-Schule, der Graf von Galen-Schule, der Stauffenbergschule sowie von der Eppelheimer Flüchtlingshilfe hatten bei „Kirche für KIDs“ eine Menge Spaß. „Hier sind sich Kinder begegnet, die sonst nie in Kontakt miteinander gekommen wären“, freut sich Schuldekanin Beate Großklaus über das bunte Treiben. „Kinder mit und ohne Behinderungen, Kinder aus dem Pfaffengrund und solche, die erst seit wenigen Wochen hier leben, vor allem aber Kinder ohne Vorbehalte. Von ihrem unbeschwerten Miteinander können wir eine Menge lernen!“, findet die Schuldekanin.
Möglich gemacht haben diese Aktion der Emmausgemeinde und der Evangelischen Kirche in Heidelberg, die auf Initiative von Stadtrat Mathias Michalski und Adlerfan Thomas Lipps in diesem Jahr erstmals in Heidelberg stattfand, viele helfende Hände. So spendete der Verein des Eishockeybundesligisten „Adler helfen Menschen“ – täglich vor Ort vertreten durch Stadionsprecher Udo Scholz – das Mittagessen und stand den Organisatoren mit seiner Erfahrung beratend zur Seite. Mitarbeitende der offenen Jugendhilfe der Evangelischen Kirche sowie Schülerinnen und Schüler der Marie Baum Schule kümmerten sich gemeinsam mit dem Organisationsteam um die Kinderbetreuung und einen reibungslosen Ablauf. Und so sind sich alle am Ende einig: Im nächsten Jahr wird es sicher wieder eine „Kirche für KIDs“ geben. Die Kinder freuen sich schon darauf!Karin Wilke




