Predigten zum Heidelberger Katechismus
Text: Johannes 6,66-69
Liebe Gemeinde,
„Und sie wandten sich von Jesus ab und gingen nicht mehr mit.“ Es war ihnen genauso wie Petrus klar: Du hast Worte des ewigen Lebens und wir haben geglaubt und erkannt, dass du bist der Heilige Gottes. Dieses Bekenntnis konnten sie alle mitsprechen, aber es hat sie nicht mehr so bewegt, dass sie sich weiter mit Jesus auf den Weg machten.
Nicht mit dem Petrusbekenntnis, liebe Schwestern und Brüder, haben wir uns gestern und heute Vormittag beschäftigt, sondern mit der Bekenntnisschrift des Heidelberger Katechismus. Wir haben viel gelernt, viel dazugelernt, viel Neues erfahren. Vom Bibeltext her müssen wir uns nicht nur der Frage stellen: Haben wir verstanden, was wir da bekennen?, sondern auch: Wie wird das Bekenntnis lebendig in unserer Gegenwart?
Welche Bekenntnisse leisten was für uns, wie helfen sie uns im Glauben?
A Wollt ihr auch weggehen? Jesu Frage an uns persönlich.
Für jede Einzeln und jeden Einzelnen von uns kann zur persönlichen Identitätsvergewisserung als Christenmensch ein einfacher kurzer Satz genügend und entscheidend sein. Die Menge des Textes und die Länge des Bekenntnistextes bringt´s nicht. Das Petrusbekenntnis ist wesentlich kürzer als der Heidelberger Katechismus. Martin Luther hat´s noch kürzer gemacht als Petrus. In der Anfechtung seiner Glaubensgewissheit hat Martin Luther, Sie wissen das, irgendwo hingeschrieben: „Ich bin getauft.“ Und ich mag mir, ohne dass es überliefert ist, gar nicht vorstellen, wie oft er diesen Satz auch ausgesprochen, was heißt ausgesprochen, in entsprechender Lautstärke „Ich bin getauft“ ausgerufen haben wird. Ich bin getauft. Halten wir einen Moment inne. Luther war´s – wir sind´s alle: Alle sind wir getauft. Wann haben wir solch einen einfachen Satz in der Anfechtung, des Zweifels oder der Skepsis schon jemals – wenigstens leise – vor uns hin gesagt: Was soll´s – ich bin doch getauft. Ich bin getauft. Solch ein Satz ist die sehr persönliche – ja gewissermaßen die private Dimension eines Bekenntnisaktes. Der Text ist ein kurzer Satz, der Bekenntnisakt ein Ausruf. Wer so bekennt, spricht für sich allein. Also ein Bekennen nach innen.
Ich bin getauft. Das ist ein Nachfolgesatz des Petrusbekenntnisses nach dem Tod und der Auferstehung Jesu Christi. Petrus sagt: Wir haben geglaubt und erkannt, dass du der Heilige Gottes bist. Ich bin getauft, sagt, weil wir auf deinen Namen getauft sind, glauben wir, dass du der Heilige Gottes bist und Worte des ewigen Lebens hast. Nun, Petrus hatte die Gelegenheit, mit dem, an den er glaubte, persönlich zu reden. Solch eine Form des direkten Dialogs als Bekenntnisakt haben wir nicht. Ich stelle mir vor, es ist heute noch möglich als Gebet. Ein Bekenntnisgespräch mit seinem Herrn. Davon machen mehr Menschen Gebrauch als wir ahnen.
B Wollt ihr auch weggehen? Jesus fragt heute.
Das Petrusbekenntnis aus dem Johannesevangelium führt bereits über die Grenzen des nur nach innen auf sich selbst gerichteten Bekennens hinaus. „Wo sollen wir hingehen?“, fragen sie Jesus. Ihre Orientierung fehlt, wenn der Bezugspunkt ihres Lebens, ihrer Welterklärung, ihrer Existenz wegbricht. Die Frage: Herr, wohin sollen wir gehen?, kann wie selten eine Formulierung aus der Bibel problemlos den historischen Graben der Zeit des Petrus zur Gegenwart mit einem Sprung überwinden. Allein die Frage ist bis heute aktuell. Wo geht die Reise hin, wenn ich nach dem Sinn des
Lebens frage? Ja, liebe Gemeinde, auch aufgrund solcher Fragen sind im Laufe der Kirchengeschichte und der Geschichte einzelner Christenmenschen mit ihrem Glauben kirchliche Bekenntnisse entstanden als Antwort und Orientierungshilfe. Und wie viele Fragen man da stellen kann und dann Antworten auf die alle braucht, zeigt uns der Heidelberger Katechismus.
C Wollt ihr auch weggehen? Jesu Frage an unseren Freimut.
In unserer medialen Welt gibt es auch die kleinen Antworten. In einer optisch an Zeichen und Symbolen orientierten Gesellschaft, sind nicht zufällig die nonverbalen Bekenntnisse entstanden: zum Beispiel unser Logokreuz. Es sagt: Ich gehöre zur Kirche; ich gehöre zur Evangelischen Landeskirche in Baden. Oder der Fisch, meistens auf den Autos angebracht. Er sagt: Ich teile euch mit, dass ich ein Christenmensch bin. Ich glaube an Jesus Christus, das sage ich ganz offen. Beides sind Bekenntnisakte ohne Worte, ohne Text, aber mit enormer Außenwirkung. Ich habe mir abgewöhnt, über den Fisch am Auto zu lächeln. Über das Logokreuz tue ich es ja auch nicht. Wer so nonverbal bekennt, der sagt, ich steh zu dem, was ich da zum Ausdruck bringe. Ich will nicht weggehen. Es besteht die Möglichkeit für die, die mein Zeichen sehen, mich darauf anzusprechen. Bitte schön, die Einladung gilt. Die Frage bleibt offen: Sind wir genügend darauf vorbereitet? Wenn das wortlose Bekenntnis in ein Bekenntnisgespräch übergeht. Sprachfähig zu sein im Glauben, eines unserer vielgenanntesten Ziele der letzten Jahre. Zu Recht. Es zeigt sich selbst bei nonverbalen Bekenntnissen wird am Ende die Sprachfähigkeit im Glauben, das Erklären des eigenen Bekennens gegenüber anderen notwendig. Die multireligiöse Landschaft nötigt uns dazu.
Anfang der 90-er Jahre wurde eine Kombination von personalen und kurzverbalen Bekenntnisformen entwickelt. Die katholischen Diözesen in Bayern zeigten im Werbefernsehen einen Kurzspot mit Lothar Matthäus, dem großen Fußballstar damals. Lothar Matthäus erschien auf dem Bildschirm. Kein Insert, jeder wusste, wer dieser Kopf ist, so prominent und solch eine öffentliche Person war er. Ich hatte damals mitgestoppt: Der Spot dauerte sechs Sekunden. Teil eins: Matthäus schaut einem mit großen Augen aus dem Bildschirm ins Wohnzimmer hinein. Teil zwei: Matthäus sagt: Ich bin katholisch. Teil drei: Matthäus sagt: Das bleibe ich auch. Teil vier: Matthäus schaut mit einem Blick, der sagt: Macht mir´s nach. Unzählbar viele Eintritte in die katholische Kirche folgten. Diese Form des Bekenntnisses über die Medien wurde wieder aufgegeben. Ich kenne die Gründe nicht. Ich habe es nicht verfolgt, aber ich erwähne es, weil wir Lust kriegen sollten zur kreativen missionarischen Arbeit. Lust, um mit unserem Bekenntnis die Menschen für Jesus zu motivieren, nicht wegzugehen.
D Wollt ihr auch weggehen? Jesu Frage an uns Intellektuelle.
Was sagen die Intellektuellen und wie haben sie ihr Bekenntnis gelebt? Natürlich fällt uns allen Albert Schweizer ein. Sie formulierten meistens Texte ähnlich kompliziert wie die Bekenntnistexte der Kirchen. Ich meine nicht modernisierte Texte, wie wir sie vom Kirchentag kennen. Nein, es geht um Texte aus echter Distanz. Sie erzeugen durchaus das Gefühl der empathischen, sympathischen Zuwendung zu Kirche und Religion. Ihre Bekenntnisse müssen wir anhören, ihre Bekenntnisse vielleicht können uns helfen in dieser säkularen Gesellschaft. Albert Einstein wollte ein Bekenntnis ablegen als er folgendes formulierte: „Das tiefste und erhabenste Gefühl dessen wir fähig sind, ist das Erlebnis des Mystischen. Aus ihm keimt alle wahre Wissenschaft. Wem dieses Gefühl fremd ist, wer sich nicht mehr wundern und in Ehrfurcht verlieren kann, der ist bereits tot. Das Wissen darum, dass das Unerforschliche wirklich existiert und dass es sich als höchste Wahrheit und strahlendste Schönheit offenbart wovon wir nur eine dumpfe Ahnung haben können – dieses Wissen und diese Ahnung sind der Kern aller wahren Religiosität.“ Wie gesagt, ein nicht zu vernachlässigender Versuch.
Die Landeskirche – wir haben den Versuch gemacht, sich dem zeitgenössischem Denken mit unserem Glaubensanliegen zu öffnen und Verständnis, ja regelrecht zu erheischen, das, was wir bekennen und bekennen wollen. Das war der erste Abschnitt unserer sogenannten Leitsätze. Dort heißt es unter anderem: Gott liebt die Menschen, ob sie es glauben oder nicht. – Gott hat die Welt geschaffen und gesagt, was gut ist. – Gott ist größer als unser Wissen. Zu allen Zeiten hält er Geheimnisse bereit, die die menschliche Vernunft übersteigen.
E Wollt ihr auch weggehen? Jesu Frage an uns in der Tradition Beheimateten.
Die Leitsätze am Sonntagmorgen regelmäßig in der Liturgie an der Stelle des Apostolikums lesen? Kann man sich das vorstellen? Schwierig, weil wahrscheinlich der Konsens zu klein ist mit allen Schwestern und Brüdern der Gegenwart und schon gar mit der Wolke der Zeugen. Aber, liebe Gemeinde, der umgekehrte Weg wäre vielleicht gangbar. Nämlich die alten ihrer Entstehungszeit geschuldeten Formulierungen verwenden und sich regelmäßig in einem anstrengend fröhlichen inneren Dialog damit auseinanderzusetzen. Auch durch solch einen Vorgang bekommt ein Glaubensbekenntnis, ein Bekenntnistext Gegenwartsnähe. Zwei Beispiele noch aus dem klassischen apostolischen Glaubensbekenntnis, das wir heute gleich nach der Predigt sprechen werden:
- Was geht mir durch den Kopf, wenn ich spreche: „geboren von der Jungfrau Maria“? Bin ich froh, dass Exegeten nachweisen können, das heiße ja geboren von der jungen Frau Maria? Oder lege ich Wert darauf zu bekennen, die Entstehung eines Menschenkindes im Mutterleib ist für Gott ein kleines; er braucht keine Zeugung durch den Mann, oder!? Interessante Fragen, die ich dem alten Text stellen darf und er wird unversehens zum gegenwärtigen Bekennen, weil ich auf meine eigenen Fragen Antworten zu finden versuche. Oder!?
- Noch zum Apostolikum. Ursprünglich hieß es im dritten Artikel – ich habe es als Konfirmand noch so gelernt -: „Auferstehung des Fleisches und das ewige Leben.“ Aber Gott ist nicht nur ein Gott für die Seele, geht mir während des Sprechens durch den Kopf. Er ist auch Gott für den Leib, für den Körper. Ein Schöpfer, der selbst Fleisch wurde und damit körperlich. Es ist nicht aus Versehen, dass die Kirche im Neuen Testament „als Leib Christi“ angesehen wird und nicht als Seele Christi. Und dass die christliche Gemeinde und der Körper eines jeden Christen als „Tempel des Heiligen Geistes“ bezeichnet werden. Und nach der Auferstehung erwarten wir ebenfalls mit der Bibel auch keine Gemeinschaft der Seelen oder der Geister, sondern neue Menschen mit zwar anderen, mit verklärtem, aber mit dem Auferstehungsleib.
Ihr seht, Schwestern und Brüder, die alten Bekenntnistexte ins Gespräch ziehen, Fragen stellen, kreativ, frei und offen nach Antworten suchen; sich die Gedanken, die einem kommen beim Bekenntnissprechen nicht als Unkonzentriertheit verbieten, so kommt ein Bekenntnis auch mir in der Gegenwart näher. Und: Wir brauchen heute umso griffiger Formulierungen, um uns sprachfähig zu machen im Konzert der Religionen. Denn im Gegenüber zu diesen können wir ja selbst ins Fragen kommen. So wie die, die Jesus verlassen und in deren Namen Petrus sagt: „Wohin sollen wir gehen?“ Wir haben uns vorgenommen, im Zuge der Reformationsdekade und des Jubiläums des Heidelberger Katechismus eine neue gegenwartsverträgliche Form, umformulierte, gebündelte Art von Glaubenssätzen und Bekenntnisakten – ich nehme einmal an schriftlich, verbal, nonverbal, im Bild, im Dialog, im Internet als sogenannte Testimonials – man braucht ja nicht nur Fußballer zu nehmen – alles zusammen neue Glaubensbekenntnisformulierungen und Bekenntnisakte, die jeden Namen tragen dürfen bloß nicht „Katechismus“.
Seit Jahren ringen wir gegen den Zeitgeist der Gleichgültigkeit gegenüber unserem Glauben und unserer Kirche. Lassen wir uns doch ernsthaft durch die Worte des „Stuttgarter Schuldbekenntnisses“ aber jetzt in die Zukunft gewandt anstecken: „Wir wollen mutiger bekennen, treuer beten, fröhlicher glauben und bekennender lieben.“
Amen.
Oberkirchenrat Vicktor
Predigt des Landesbischofs zum Festgottesdienst "450 Jahre Heidelberger Katechismus" am 12. Mai 2013
Liebe Festgemeinde,
in unseren Landen ist es ungewöhnlich, sich in einer Predigt an Worten des Heidelberger Katechismus zu orientieren. Heute - am 450. Geburtstag dieses Katechismus - erwarten Sie dies zu Recht. Und diese Erwartung will ich nicht enttäuschen.In seinem 2. Teil, der überschrieben ist „Von des Menschen Erlösung“, handelt der „Heidelberger“- der Struktur des Glaubensbekenntnisses folgend - zuerst von Gott, dem Vater, dann von Gott, dem Sohn, ehe er sich in den Fragen 53-64 den Fragen von Gott, dem Heiligen Geist zuwendet. In diesem Abschnitt finden wir zunächst die Frage 54, in der vom Glauben an die allgemeine christliche Kirche gesagt wird: Ich glaube, „dass der Sohn Gottes aus dem ganzen menschlichen Geschlecht sich eine auserwählte Gemeinde…versammelt, schützt und erhält und dass ich derselben ein lebendiges Glied bin und ewig bleiben werde.“Darauf folgt dann jene 55. Frage, die wir vorhin mit ihrer Antwort zusammen gelesen haben.
Was verstehst du unter der Gemeinschaft der Heiligen?“ Wenn ich diese Frage heute an Sie stellen würde, bekäme ich unterschiedlichste Antworten. Vor allem aber wäre manches ratlose Kopfschütteln die Folge. „Gemeinschaft der Heiligen“ - für sehr viele selbst der ganz Kirchentreuen gleicht diese Formulierung unseres Glaubensbekenntnisses einem Buch mit sieben Siegeln. „Gemeinschaft der Heiligen“, das klingt geheimnisvoll und rätselhaft. Der „Heidelberger“ erklärt das damit Gemeinte durch zwei Antworten. Zum Ersten versteht er unter der „Gemeinschaft der Heiligen“, „dass alle und jede Gläubigen als Glieder an dem Herrn Christus und allen seinen Schätzen und Gaben Gemeinschaft haben.“
Diese Antwort aufnehmend beginne ich mit dem Ausräumen eines Missverständnisses. Die „Gemeinschaft der Heiligen“ist kein exklusiver Club besonders hervorragender Menschen, die in ihrem Lebenswandel eine besondere Heiligkeit unter Beweis gestellt haben. Zur Gemeinschaft der Heiligen gehören alle, deren Leben durch die Gemeinschaft mit ihrem Herrn Jesus Christus geheiligt wird. Am kommenden Sonntag werden wir das Pfingstfest feiern. Erinnern Sie sich: Am ersten Pfingstfest der Kirche wurde der Heilige Geist über alles Volk ausgegossen, nicht etwa nur über die Jünger Jesu. Pfingsten als Geburtstag der Kirche war die Geburtsstunde der „Gemeinschaft der Heiligen“. Seitdiesem ersten Pfingstfest werden Menschen hineingenommen in die Gemeinschaft mit Gott. In der Taufe wird ihnen Gottes Geist verliehen. In der Taufe sagt Gott zu einem Menschenkind:„In dir will ich Wohnung nehmen. Mit meinem Heiligen Geist will ich in dir wohnen, in deinem Herzen. Mein Heiliger Geist will in dir wirken durch vertrauenden Glauben, durch Taten der Liebe, durch lebendige Hoffnung“. In der Taufe wird deutlich, dass wir dazu bestimmt sind, Wohnung Gottes zu werden, Wohnung seines Heiligen Geistes. Gott will unter uns, er will in uns wohnen. Der Heilige Geist ist Ausdruck der Sehnsucht Gottes nach uns Menschen. Gott will allen Menschen seinen Geist schenken, er will in uns Menschen wohnen. Das ist seine größte Gabe an uns, der beste Schatz.
Und wenn Gott mit seinem Geist in uns einzieht, dann öffnet er zugleich seine Wohnungstür für andere Menschen. Und so ist die Kirche nichts anderes als eine Wohngemeinschaft Gottes, eine Wohngemeinschaft des Heiligens Geistes. Dies meint der Heidelberger Katechismus, wenn er seiner Antwort auf die 55. Frage als biblische Belegstellen Worte aus dem 12. Kapitel des 1. Korintherbriefes hinzufügt, die das Gesagte kommentieren und vertiefen: „Denn wie der Leib einer ist und doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber obwohl sie viele sind, doch ein Leib sind: so auch Christus. Denn wir sind durch einen Geist alle zu einem Leib getauft.“ Da es nun im Hause Gottes viele Wohnungen gibt, Gott in unzähligen Menschen Wohnung nimmt, ist die von Gott„aus dem ganzen menschlichen Geschlecht… auserwählte Gemeinde“ größer, weiter als die sichtbare Kirche.
Zur „Gemeinschaft der Heiligen“ gehören nicht nur wir mit unserem kleinen Herzen.
Gehört nicht nur unsere Heimat gebende und doch auch beengende Ortsgemeinde.
Gehören nicht nur unser Kirchenbezirk und unsere Landeskirche.
Zur „Gemeinschaft der Heiligen“ gehören nicht nur die Evangelische in Deutschland und die Gemeinschaft der Evangelischen Kirchen in Europa,
gehören nicht nur die vielen kleinen Kirchen in unserem Lande, nicht nur die römische Weltkirche und der Ökumenische Rat der Kirche.
Nein: Wie Gott unendlich viel größer ist als unser Herz, als die Wohnung die wir ihm bieten, so ist auch die von Gott erwählte Kirche, die „Gemeinschaft der Heiligen“ unendlich viel größer als das, was wir als sichtbare Kirche wahrnehmen. Und sicher werden wir uns am Jüngsten Tag wundern, wer alles dazu gehört, vielleicht auch manche, die sich nur unbewusst als Christen verstanden haben. Darum gilt beim Nachdenken über die „Gemeinschaft der Heiligen“ die Warnung eines neuen Kirchenliedes „Zieh den Kreis nicht zu klein“. Von der „Gemeinschaft der Heiligen“ können wir gar nicht groß genug denken.
Genau deshalb haben die Väter der badischen Landeskirche im Jahr 1821 diesen großen Satz gewagt „Solchermaßen in sich selbst einig und mit allen Christen in der Welt befreundet“. Sie wussten um die „Gemeinschaft der Heiligen“, die weltumfassend und zugleich die Welt übergreifend ist. Deshalb ist es so wichtig, dass wir den 450. Geburtstag des „Heidelbergers“ auch mit Freunden aus der ganzen Weltzusammen feiern; dass wir ihre Lieder heute in diesem Gottesdienst singen, ihre Gebete mitsprechen, ihren Glauben teilen.
Um uns dieser universalen „Gemeinschaft der Heiligen“ zu vergewissern, ist es so wichtig, dass es weltverbindende Treffen der Christenheit gibt wie den Kirchentag, den wir in der vorletzten Woche in Hamburg erlebten, oder wie die Gebetswoche für die Einheit der Christen, in deren Verlauf ich am kommenden Donnerstag gemeinsam mit demFreiburger Erzbischof und mit der ACK Gottesdienst in Pforzheim feiern werde.
Die „Gemeinschaft der Heiligen“ übersteigt unsere provinziellen Horizonte, jeden Sonntag neu, wenn wir - wie nachher - beim Abendmahl in die Gemeinschaft des Lobgesangs Gottes auch all jene mit einbeziehen, die uns im Glauben vorangegangen sind.
„Zieh den Kreis nicht zu klein“, wenn du nach der „Gemeinschaft der Heiligen“ gefragt wirst und wenn du dich im Glaubensbekenntnis zu ihr bekennst.
Und damit komme ich zur zweiten Antwort des „Heidelbergers“ auf die Frage „Was verstehst du unter der Gemeinschaft der Heiligen?“ Die zweite Antwort lautet: Ich verstehe darunter, „dass ein jeder seine Gaben zu Nutz und Heil der andern Glieder willig und mit Freuden anzulegen sich schuldig wissen soll.“ Als weitere biblische Belegstelle für diese Aussage verweist der „Heidelberger auf den 21. Vers des schon zitierten Kapitels aus dem 1. Korintherbrief „Das Auge kann nicht sagen zu der Hand: Ich brauche dich nicht; oder auch das Haupt zu den Füßen: Ich brauche euch nicht.“ Was so selbstverständlich ist, wenn wir auf das komplizierte Zusammenwirkender Glieder eines Leibes schauen, ist doch gar nicht so selbstverständlich in unserem Glaubensleben. Zu Recht hat uns die Reformation die Erkenntnis vermittelt, dass wir im Glauben direkten Zugang zu Gott gewinnen und dass es zur Gewissheit des Heils keiner Vermittlung durch ein kirchliches Amt bedarf. Aber aus dieser urevangelischen Glaubensgewissheit ist oft das Missverständnis erwachsen, jeder und jede würde auf einer Insel des Glaubens für sich allein leben. „Nein“, sagt da der „Heidelberger“ entschieden. Er befreit uns mit seinem „Nein“ aus dem Irrtum eines bloß individualistischen Christseins. Niemand lebt seinen Glauben für sich allein. Christlicher Glaube hat zwar seine Wurzel in unserem Herz, dort wo Gott in uns wohnt. Aber er kann nicht gelebt werden, ohne die Wohnungstüren zu anderen zu öffnen. Christlicher Glaube lebt vom Teilhaben und Teilgeben. Oder um es mit einem anderen Wort aus dem 12. Kapitel des 1. Korintherbriefes zu sagen: „Wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit, und wenn ein Glied geehrt wird, so freuen sich alle Glieder mit.“
Genau deshalb beten wir in unseren Gottesdiensten für Schwestern und Brüder in der „Gemeinschaft der Heiligen“, machen in der Fürbitte ihre Anliegen zu unseren Anliegen.
Deshalb haben wir uns in unserer Landeskirche als biblisch fundiertes Leitbild für den Weg in die Zukunft das Bild vom „Leib Christi“ gegeben.
Deshalb engagieren wir uns bei Brot für die Welt oder beim evangelischen Entwicklungsdienst.
Deshalb leben wir hier im Südwesten gemeinsam mit unseren Partnerkirchen „Evangelische Mission in Solidarität“.
Deshalb ist das Engagement für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung keine Nebensache oder gar eine Kür, auf die christlicher Glaube verzichten könnte.
Nein, unser Glaubedarf nicht bei sich selbst bleiben. Er muss sich entfalten, indem wir uns unserer Verpflichtung bewusst werden, unsere Gaben „zu Nutz und Heil der andern Glieder willig und mit Freuden anzulegen“.In wem Gott mit seinem Heiligen Geist Wohnung genommen hat, kann eigentlich gar nicht anders, als mitzuhelfen, dass auch in den vielen anderen Wohnungen im Hause Gottes das Heil Gottes erfahren werden kann.
So weist uns der Heidelberger Katechismus mit seinen beiden Antworten auf die Frage „Was verstehst du unter der „Gemeinschaft der Heiligen?“ zurück auf uns selbst, auf unser Getauftsein, auf die Gabe und den Schatz des Heiligen Geistes, die uns geschenkt sind. Und er weist uns zugleich hinaus in die Welt und erinnert uns an die Verantwortung, die wir für sie haben. Ganz bei uns selbst und ganz der Welt zugewandt leben wir in der „Gemeinschaft der Heiligen“.
Vielleicht würde es sich doch lohnen, sich in Predigten öfter vom Heidelberger Katechismus leiten zu lassen. Amen.
Landesbischof Dr. Ulrich Fischer
Gnade sei mit Euch und Friede von Gott, unserem Vater und unserem Herrn Jesus Christus
Liebe Gemeinde,
Im Jubiläumsjahr des Heidelberger Katechismus haben Sie Menschen eingeladen, sich in Predigten mit dem Heidelberger Katechismus zu befassen. Für den heutigen Sonntag war der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland als Prediger vorgesehen. Da er aber ausgerechnet heute in Berlin die EKD beim Jubiläum „40 Jahre Kirchengemeinschaft der Evangelischen Kirchen in Europa“ vertreten muss, bin ich für ihn eingesprungen.
Gerade rechtzeitig zur Vorbereitung auf meine Predigt erhielt ich vor wenigen Tagen das kleine Büchlein „Heidelberger Glauben - 450 Jahre nach Erscheinen des Heidelberger Katechismus“. Es ist ein lesenswertes Buch - entstanden aufgrund einer Fragebogenaktion, bei der gefragt wurde: „Was glauben eigentlich die Heidelberger?“ Bezogen auf das Glaubenszeugnis des Heidelberger Katechismus zeitigt dieses Büchlein für mich zwei interessante Ergebnisse:
Einerseits lässt es erkennen, dass die vom Heidelberger Katechismus gegebenen Antworten auf Glaubensfragen eigenartig fremd daherkommen, zumal sie in einer Sprache verfasst sind, die heute nicht gerade leicht verständlich ist - Sie haben dies alle selbst eben bei der Lesung der Antwort auf die 37. Frage gemerkt.
Andrerseits zeigt das Buch, dass die Glaubensfragen des Heidelberger Katechismus höchst aktuell sind. So haben sich viele Heidelberger mit der Frage beschäftigt, was Schuld in ihrem Leben bedeutet. Und sie haben beschrieben, dass Schuld etwas zu tun hat mit der Zerstörung menschlicher Beziehungen, mit Selbstbezogenheit und Selbstverfehlung. Mit diesen Antworten sind sie nahe dran am Sündenverständnis der Bibel, das in der Reformation, so auch im Heidelberger Katechismus, wieder entdeckt wurde.
Wenn wir heute Morgen in einen Dialog mit der 37. Frage des Heidelberger Katechismus eintreten, dann werden wir auch diese zwiespältige Erfahrung machen, die in jenem Heidelberg-Büchlein dokumentiert ist. Auf die Frage „Was geschieht von Gott her, damit Leben Heil wird?“ haben in diesem Buch etliche das Heilshandeln Gottes als liebevolle Zuwendung und Annahme, als Erneuerung der Beziehung zu Gott durch seine Vergebung beschrieben, als Schutz vor Unheil, Hilfe und Trost in der Not. Was aber dem Heidelberger Katechismus so zentral wichtig ist, dass nämlich alles Heil für uns geschehen ist durch das Leiden Christi - das wird nur von ganz wenigen Heidelbergern so gesehen.
Und damit treten wir direkt ein ins Gespräch mit dem Heidelberger Katechismus und nähern uns seiner Antwort auf die Frage nach dem Heil bringenden Wert des Leidens Christi. Seine Antwort auf die Frage „Was verstehst du unter dem Wörtlein gelitten?“ mutet schon recht fremdartig an, und zwar nicht nur wegen ihrer sprachlichen Form. Ich will sogleich ehrlich gestehen, dass mir diese Antwort auch inhaltlich größte Probleme bereitet: Muss ich wirklich glauben, dass der leidende Christus „den Zorn Gottes wider die Sünde des ganzen menschlichen Geschlechts getragen hat“? Muss ich Jesu Tod am Kreuz von Golgatha wirklich als das „Sühnopfer“ verstehen, mit dem „er unsern Leib und unsere Seele von der ewigen Verdammnis erlöste“?
Um die Antwort des Heidelberger Katechismus verstehen zu können, müssen wir kurz zurückschauen in die Bibel und in die Geschichte der Kirche. Im alten Israel gab es ein bedeutsames Ritual, das Ritual des Sündenbocks: Am großen Versöhnungstag wurde ein Bock herbeigebracht. Ein Priester stemmte seine beiden Hände auf den Kopf des Bockes und bekannte über ihm alle Sünden des Volkes. Anstelle des schuldig gewordenen Volkes wurde dann der Bock - beladen mit der Sünde des Volkes - in die Wüste geschickt. Damit war die Sünde des Volkes weggeschafft. Später wurde dieses Ritual im Tempel von Jerusalem vollzogen. Der Hohepriester brachte dort Gott Tieropfer, Sündenböcke dar und erlangte so für das Volk Erlösung von aller Schuld. An diese Tradition des großen Versöhnungstages knüpft das Neue Testament an, wenn es den Tod Jesu deutet. Später wurde in der Alten Kirche diese Deutung zur Sühnopferlehre weiter entwickelt, nach der Gottes Zorn über die Sünden der Menschen durch das Opfer Christi am Kreuz gestillt werden müsse.
Jene große jüdische und christliche Kult- und Lehrtradition ist es, die hinter der Antwort des Heidelberger Katechismus steht. Diese in juristischen Kategorien der Satisfaktion denkende Heilslehre, diese Sühnopferlehre aber ist mir seit jeher höchst suspekt. Braucht Gott wirklich ein Menschenopfer, um versöhnt zu werden? Welche andere Möglichkeiten habe ich, das Leiden Christi in seiner Heilsbedeutung zu verstehen, ohne den Riss klein zu reden, der zwischen Gott und uns durch unsere Sünde entstanden ist? Mit diesen Fragen stelle ich zugleich Fragen an die Antwort des Heidelberger Katechismus. Und mit diesen Fragen teile ich gewiss meine Skepsis mit vielen von Ihnen, auch mit vielen, die sich auf das Projekt „Was glauben die Heidelberger?“ eingelassen haben. Das Wort vom Kreuz ist in der Tat eine Gotteskraft allen, die an Jesus Christus glauben. Aber wie kann ich dies Wort anders verstehen, als es mir der Heidelberger Katechismus anbietet zu verstehen?
Ich versuche eine Antwort, indem ich sage: Im Leiden Jesu wird nicht einem grimmigen Gott ein blutiges Opfer dargebracht, um ihm Genugtuung zu verschaffen. Jesus gibt sich freiwillig, aufopfernd dem Leiden hin. Er trägt alle Schuld, alles Leid der Welt hinauf aufs Kreuz. Und indem er dies stellvertretend für uns Menschen tut, tut er es uns zugute. Indem er sich verwunden lässt, öffnet er uns die Augen für unsere Wunden und hilft sie zu heilen. Nicht wir entledigen uns am Kreuz von Golgatha unserer Schuld, indem wir Jesus als Sündenbock gebrauchen. Sondern indem er auch unsere Schuld mit ans Kreuz trägt, werden wir befreit, unsere Schuld anzunehmen. Wir erkennen, dass wir in unserer Sünde jeder seinen, jede ihren eignen Weg geht: in unseren Familien, in unseren Ehen, in unseren Gemeinde, in unserer Kirche, in unserem Staat, im Miteinander der Weltfamilie. Wohin wir schauen: In unserer Selbstbezogenheit geht jeder seinen, geht jede ihren eigenen Weg. Dies ist unsere Sünde. Und diese Sünde erkennen wir im Blick auf den leidenden Christus, der gerade nicht seinen eigenen Weg geht, sondern einen Leidensweg, der anderen zugute kommt.
So hat Jesus Christus mit seinem Leiden und mit seinem Tod am Kreuz einen neuen Bund zwischen Gott und Mensch gestiftet. Er hat Heilvolles für uns getan. Er hat uns den Zugang zum heiligen Gott geöffnet. Am Kreuz hat er seine Arme so ausgestreckt, als wolle er eine Brücke zwischen Himmel und Erde, zwischen Gott und uns Menschen schlagen. Endgültige Erlösung ist angesagt. So kann ich mit den Worten des Heidelberger Katechismus glauben, dass ich durch das Leiden Christi erlöst bin von ewiger Verdammnis und ewiges Leben erworben habe.
Ja, das Leiden Christi wirkt Erlösung von unserer Sünde. Schütteln wir nicht zu früh den Kopf über diesen Gedanken. Wir kennen doch unser ständiges Bemühen, das Leben selbst in die Hand zu nehmen. Wir kennen doch unsere Versuche, uns selbst und unser Leben selbst zu inszenieren. Wir kennen doch unsere Gottvergessenheit und Selbstbezogenheit. Wir wissen doch, wie wir ständig um uns selbst kreisen. Wir wissen doch um unsere Sünde der kurzatmigen Selbstverwirklichung auf Kosten anderer. Wir wissen doch, wie sehr wir durch Schuld und Sünde getrennt werden können von anderen. Wie oft machen wir andere Menschen zu Opfern unseres Durchsetzungswillens oder zu Sündenböcken für unsere Verfehlungen. Wie oft opfern wir andere auf dem Altar unseres Ehrgeizes oder opfern gar unser eigenes Ich für angeblich höhere Zwecke. Auch produzieren wir durch menschliches Fehlverhalten ständig Opfer, sei es im Straßenverkehr, sei es durch den von uns verursachten Klimawandel oder durch unverantwortliches Konsumverhalten.
Sage niemand, dass wir die Sünde überwunden hätten. Und wenn wir genau in uns hinein horchen, dann wissen wir genau, wie sehr uns diese Sünde immer wieder neu von Gott trennt. Wir kennen das Gefühl, mit uns selbst eben nicht im Reinen zu sein. Uns unrein und schmutzig zu fühlen. Und manchmal ekeln wir uns dann vor uns selbst, weil wir spüren, dass wir nicht so leben, wie es uns und den anderen Menschen gut tun würde. Und wie schmerzhaft es dann ist, wieder zu uns selbst zu finden, zu eigener Schuld zu stehen und mit dieser Schuld vor Gott zu treten.
Wie kommen wir heraus aus der Knochenmühle der Sünde? Wie können wir mit Gott ins Reine kommen? Wie können wir mit unserer Unfertigkeit, mit unserer Schuld zurechtkommen angesichts der Heiligkeit Gottes? Opfertiere, Sündenböcke haben wir nicht mehr - wie im alten Israel - auf die wir unsere Unreinheit und Schuld übertragen könnten! Wie gut tut es dann zu wissen: Im Leiden Christi leidet Gott selbst mit uns. Gott selbst hat alle Schuld und Sünde, alle Unheiligkeit und Unreinheit ans Kreuz von Golgatha getragen. In dem Gekreuzigten hat sich Gott selbst zum Opfer gemacht. Und so wurde das Kreuz zum Ort der Gegenwart des himmlischen Gottes auf der Erde. Zur Brücke zwischen Himmel und Erde. Zum Ort, an dem alles aus der Welt geschafft ist, was uns sündige Menschen vom heiligen Gott trennt. Der Weg zu Gott ist offen - ein für allemal. Gott wird nie mehr Nein sagen zu uns, seit er Ja gesagt hat zu Jesus, dem Leidenden und Gekreuzigten. Alles Entscheidende ist getan. „Es ist vollbracht!“
Natürlich werden wir weiterhin erleben, dass wir zurückfallen in alte Denk- und Verhaltensmuster. Aber wir sind befreit aus dem Teufelskreis kaputt machender Selbstinszenierung. Wir brauchen uns nur gefallen zu lassen, was Gott für uns am Kreuz von Golgatha getan hat. Gott hat am Kreuz von Golgatha auch unsere Sünden weggenommen. Befreit von der Macht der Sünde können wir leben.
Nun ist der Riss zwischen Gott und uns Menschen geheilt. Gott selbst geht in Jesus Christus den Weg hinunter zu uns. Der leidende Gott, das ist der Gott, der mit uns leidet, unsere Schuld mitträgt, die uns zu schwer ist. So versöhnt Gott sich mit uns, versöhnt er die sündige Welt mit ihm. Und nun wissen wir: Für uns ist das geschehen, was Christus erlitten hat. Für uns! Zu unserm Heil! Zu unserer Erlösung! Im tiefsten Dunkel des Leidens begegnet uns Gott. Nun können wir jubelnd mit Paulus rufen: Nichts mehr kann uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist. Amen.
Landesbischof Dr. Ulrich Fischer
„Erschöpfter Papst-erschöpfter Glaube“ unter diesem Motto stand eine Talkshow am Donnerstagabend. Ist etwas Wahres daran? Ist unser christlicher Glaube erschöpft, ausgeschöpft? Woher kommt die Erschöpfung, die sich in unserer Gesellschaft, aber auch in unserer Kirche breit macht? Schon Schüler sind erschöpft, können nicht mehr abschalten, nicht zur Ruhe kommen. Das ist ein Problem unserer Zeit, von dem die Kirche nicht ausgeschlossen ist.
- Von des Menschen Elend
- Von des Menschen Erlösung
- Von der Dankbarkeit
"Der Heidelberger" - ein bekannter Unbekannter
