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Hermann-Maas-Preis geht an Margot Friedländer und ZWEITZEUGEN e.V.
Heidelberg/Karlsruhe. Am 27. Oktober um 17 Uhr wird in der Heidelberger Heiliggeistkirche der Hermann-Maas-Preis an die Zeitzeugin Margot Friedländer und den Verein ZWEITZEUGEN verliehen.
Heidelberg/Karlsruhe. Am 27. Oktober um 17 Uhr wird in der Heidelberger Heiliggeistkirche der Hermann-Maas-Preis an die Zeitzeugin Margot Friedländer und den Verein ZWEITZEUGEN verliehen. Landesbischöfin Heike Springhart hält die Laudatio, Oberbürgermeister Eckart Würzner und Kulturamtsleiterin Andrea Edel sprechen für die Stadt Heidelberg und die Jury der Hermann-Maas-Stiftung.
„Margot Friedländers unerschütterliches persönliches Bemühen, als Zeitzeugin die Erinnerung an den Holocaust wach zu halten, und ihre ebenso unerschütterliche, tiefe Menschenliebe, die für Versöhnung und Hoffnung unter allen Völkern und Nationen einsteht, beeindrucken uns zutiefst“, begründet Christof Ellsiepen, Vorsitzender der Hermann-Maas-Stiftung, die Entscheidung der Jury.
In Zeiten eines neu aufflammenden Antisemitismus ist es besonders wichtig, die Erinnerungskultur der ersten, betroffenen Zeugen durch „Zweitzeugen“ für künftige Generationen immer neu aufrecht zu erhalten. Genau dieser Arbeit weiß sich der Verein ZWEITZEUGEN verpflichtet. Er ermutigt und befähigt junge Menschen, durch das Weitergeben der Geschichten von Überlebenden des Holocaust selbst zu Zweitzeug*innen zu werden.
Die Preisträgerin Margot Friedländer wird sich per Videobotschaft an die Anwesenden richten. Für den Verein ZWEITZEUGEN ist Vorstandsvorsitzende Janika Raisch zur Preisverleihung anwesend. Für die musikalische Umrahmung sorgt Heiliggeistkantor Christoph Andreas Schäfer, im Anschluss an die Preisverleihung gibt es einen Empfang.
Der Hermann-Maas-Preis wird alle vier Jahre von der Hermann-Maas-Stiftung mit Sitz in Heidelberg an Persönlichkeiten und Institutionen verliehen, die sich in besonderer Weise für den christlich-jüdischen Dialog und für Menschlichkeit in unserer Gesellschaft einsetzen. Die Preisverleihung wird unterstützt von der Evangelischen Landeskirche in Baden sowie durch die Stadt Heidelberg, das Amt für Chancengleichheit und Mosaik Deutschland e.V. im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend.

