Heidelberg, 03.02.2022. Zur digitalen Sitzung der Stadtsynode Heidelberg am 3. Februar 2022 schalteten sich 76 Teilnehmer*innen ein. Vielen Dank für Ihre Teilnahme!
In der Andacht zur Eröffnung gedachte Dekan Dr. Christof Ellsiepen der Opfer der tragischen Ereignisse im Neuenheimer Feld in der vorangegangenen Woche.
Auch die Synodenvorsitzende Dr. Ruth Hildebrandt nutzte ihren Überblick über die wesentlichen Ereignisse in der EKIHD seit der letzten Sitzung im November 2021 um an die Gewalttat zu erinnern und allen Seelsorger*innen aus Heidelberg und der Umgebung für ihren Einsatz in der Betreuung von Hilfesuchenden in der Peterskirche zu danken.
Wesentliche Tagesordnungspunkte der Sitzung, die der Information der Synode dienten, seien im Folgenden kurz reflektiert. Hier finden Sie die Tagesordnung und SKR Beschlüsse:
1. Ökumenische Nachbarschaftshilfen – Übergabe der Administration an Caritas e.V.
Die ökumenischen Nachbarschaftshilfen sind ein wertvolles, von Ehrenamtlichen getragenes und niedrigschwelliges diakonisches Angebot in vielen Stadtteilen. Seit einiger Zeit wurde von Seiten der staatlichen Behörden die Klärung der Trägerschaft angemahnt. Nach ausführlichen Beratungen der katholischen und evangelischen Partner entschieden sich diese, die Trägerschaft und damit die administrative Abwicklung der Geschäfte bei der Caritas e.V. anzusiedeln. Dies war naheliegend, da die Caritas bereits die Fachberatung für die örtlichen Teams bereitgestellt hatte und andererseits das Diakonische Werk keine Kapazitäten für diese Aufgabe bei sich sah. An der Leitung, Koordination und Arbeit vor Ort wird sich durch diesen Schritt nichts ändern. Ein ökumenisch paritätisch besetztes Kuratorium steuert die inhaltliche Ausrichtung der Arbeit. Die Umstellung soll über 2 Jahre erprobt werden, bevor dann eine endgültige Entscheidung getroffen wird.
2. Kindertagesstätten – Umstellung auf einen einheitlichen Caterer
Die Kinder, die in den momentan 16 evangelischen Kindertagesstätten betreut werden, erhalten – sofern Ganztagesbetreuung vereinbart ist – ein Mittagessen, wie es bei Ganztagesbetreuung Standard ist. Diese Versorgung wurde in den unterschiedlichen Einrichtungen in ganz unterschiedlicher Weise realisiert. Im Rahmen der Erstellung der KITA Strategie 2020 war bereits beschlossen worden, dies nun zu vereinheitlichen. In die Suche nach einem Caterer, der den Anforderungen entsprach, waren die Elternvertreter*innen einbezogen. Mit der Lösung waren nicht alle zufrieden, dennoch fassten die Leitungsgremien den Beschluss, den Caterer apetito catering B.V. & Co. KG zu beauftragen. Dieser Beschluss wird nun Schritt für Schritt umgesetzt.
Weitere Infos auf Nachfrage
3. Strategieprozess "Zusammen.Kirche.Erneuern"
a) Landeskirchliche Vorgaben hinsichtlich der kirchlichen Gebäude
Bereits 2019 beschloss die EKIHD im Rahmen der Haushaltssanierung einen Gebäudemasterplan mit dem Ziel der Reduktion der Zahl der kirchlichen Liegenschaften. Als Teil des aktuellen landeskirchlichen Strategieprozesses, welcher unter dem Motto „Transformation und Reduktion“ steht, werden derzeit Vorgaben ausgearbeitet, die eine weitere Reduktion des Gebäudebestands vorsehen. Letzte Entscheidungen zur Quantität und zu anderen Kriterien der Beurteilung von Gebäuden werden in der Landessynode auf deren Frühjahrstagung 2022 gefällt. Bezugszeitpunkt ist jeweils der Bestand in 2014. Wie in der Präsentation ausgeführt, haben wir bei den Gemeindehäusern bereits ca. 20% der Flächen eingespart, und es sind noch nicht alle Projekte des Masterplans von 2019 umgesetzt. Eine eingehende Betrachtung der Kirchengebäude und anderen kirchlichen Liegenschaften als Grundlage für die weitere Planung ist derzeit in Arbeit.
b) Landeskirchliche Vorgaben hinsichtlich der landeskirchlichen Personalstellen
Wie in der Präsentation zum Thema ausgeführt, ist die Situation des kirchlichen Personals in der EKIHD komplex. Derzeit liegen landeskirchliche Kürzungsvorgaben nur zu den Pfarrstellen in den Gemeinden vor. Der Bestand von derzeit 19 Pfarrstellen muss bis 2036 auf 14 Stellen reduziert werden.
Wie beides, die Reduktion des Gebäudebestandes und der Pfarrstellen ohne Verluste im Gemeindeleben und ohne bleibende Konflikte realisiert werden kann, wird eine der großen Herausforderungen für den Strategieprozesses Zusammen.Kirche.Erneuern sein.
c) Methodisches Vorgehen im Strategieprozess "Zusammen.Kirche.Erneuern"
Bei der Planung des Strategieprozesses wurde eine grundlegende Entscheidung getroffen:
Alle, die sich beteiligen wollen, sollen sich beteiligen können!
Seit November 2021 beschäftigt sich das Prozessteam damit, hierfür geeignete Formate und Themen zu erarbeiten. Die Menschen in der Stadt und in den einzelnen Präsenzen der Kirche in der Stadt sollen sich zu teils allgemeinen, teils für ihren Bezug spezifischen Themen mit Moderationsunterstützung austauschen können. Das Team hat die Themen, die seit 2019 im Zusammenhang mit dem Thema „Erneuerung“ immer wieder auftauchen, zusammengestellt. Mitglieder im Team verfügen über die notwendige Erfahrung in Moderationsmethoden. Im nächsten Schritt werden nun konkrete Angebote an die Gemeinden und anderen Präsenzen folgen.
Weitere Infos hier:
Dr. Ruth Hildebrandt, Synodenvorsitzende

